Das wesentliche Gütekriterium eines erfolgreichen wissenschaftlichen Textes ist seine logische Gliederung. Sie erlaubt, den Schreibprozess inhaltlich zu organisieren und die Richtlinien der Forschung zu deklarieren.

Eine Masterarbeit meint eine komplexe Forschung und entsprechend komplexe Struktur. Um die Fehler zu vermeiden, sollte man alle Elemente in Voraus nachdenken und beachten, dass jeder Bestandteil ihren besonderen Platz und Zweck hat.  

Konzept und Aufbau der Masterarbeit: wichtige Zusammenhänge

Im Gegensatz zur Bachelorarbeit hat die Masterarbeit einen größeren Umfang. Man nennt sie manchmal als studentische Dissertation, weil diese Arbeit eine tiefe fachliche Forschung darstellt und von 60 bis zu 100 Seiten betragen kann.

Es ist bekannt, dass das Konzept oder das Exposé der Studie das erste ist, was ein Forscher erstellen muss. Es geht um Strategie und Planung der Forschung. Bei Ausarbeitung des Konzepts bestimmt man die Hauptziele und Forschungsfragen sowie Methoden, worauf man sich bei dem Forschungsprozess orientieren sollte. Die Strategie beinhaltet auch die ungefähre Struktur der zukünftigen Masterarbeit.

Der Aufbau der Masterarbeit widerspiegelt die Hauptetappen der Studie. Man unterscheidet die Bildung einer theoretischen Basis sowie eines „roten Fadens “und Durchführen eines Experiments. Danach kommen eine Diskussion der Ergebnisse und Schlussfolgerungen.

Eine richtige Planung hilft, die Masterarbeit korrekt zu strukturieren und einen „roten Faden “der Studie nicht zu verlieren.

Anforderungen zur Gliederung der Masterarbeit

Die Masterstudenten haben eine Erfahrung im akademischen Verfassen, die sie bei Erstellung anderer schriftlichen Arbeiten erwerben. Allerdings gibt es eine besondere Anleitung zum Verfassen der Masterarbeit.

In jeder Universität oder Hochschule wird ein einzigartiger Leitfaden zur Abschlussarbeit erstellt. Das sind die Regeln, die sich auf den Forschungsablauf, Schreibprozess, Formalitäten im Arbeitstext, Forschungsplanung und Anmeldung beziehen.

In solchen Anleitungen findet der Student die nützlichen Muster für Gliederung einer Masterarbeit und die Beispiele der Arbeitsgestaltung:

  • Deckblatt;
  • eidesstattliche Erklärung;
  • Inhaltsverzeichnis;
  • Abkürzungs-, Abbildungs-, Tabellenverzeichnis;
  • Einleitung;
  • theoretischer Teil;
  • empirischer Teil;
  • Diskussion in Bezug auf Forschungsresultate;
  • Schlussfolgerungen;
  • Literaturverzeichnis;
  • Anhänge.

Diese Struktur enthält viele Elemente. Kein Wunder, dass die Masterarbeit abhängig von dem Fachbereich bis 100 Seiten umfassen kann. Vor dem Schreiben sollte der Student sich detailliert mit den Besonderheiten jedes Teils bekannt machen.

Welche Rolle spielt die Einleitung in der Masterarbeit?

Ohne Rücksicht auf ihren kleinen Umfang ist die Einleitung eine der am meisten informativen Teile der Masterarbeit. In jedem schriftlichen Werk weckt und erhöht der Autor das Interesse zu dem Inhalt des Werks in der Einleitung. In den akademischen Texten werden hier die Schwerpunkte der Forschung deklariert:

  • Thema und seine Relevanz;
  • Forschungsstrategie und Methoden;
  • Forschungsfragen, Aufgaben und Ziele;
  • theoretische Begründung des Forschungsgegenstands;
  • Struktur der Arbeit;
  • erwünschte Ergebnisse und Hypothese.

In der Einleitung bestimmt der Autor, was und warum man studieren wollte und wie nämlich er es machen wird. Das ist der erste Textteil der Arbeit, die das Interesse an die Forschung wecken und Erwartung des Lesers von der Arbeit bestimmen. 

In der Einleitung berichtet der Autor die Informationen über den Zustand des studierten Forschungsproblems und bietet die angemessenen Methoden der Forschung. Das ist ein Teil der Arbeit, wo die Theorie mit der Praxis verbunden ist, und wo die wissenschaftliche Hauptannahme dargestellt wird. 

Am Ende der Erstellung sollte man checken, ob Einleitung der Masterarbeit den Schlussfolgerungen entspricht. Es bedeutet, dass man Antworten auf alle Forschungsfragen finden und alle Aufgaben erfüllen soll. Wenn es nicht gelungen ist, sollte man wesentliche Gründe nennen.

Theoretische und empirische Strukturteile der Masterarbeit

Die umfangreichsten Teile der Masterarbeit werden der Theorie und dem Experiment sowie Diskussion über Forschungsresultate gewidmet. In der Tat umfassen diese 70 % des Textes.

Im ersten Kapitel der Masterarbeit bietet man einen theoretischen Grund der Studie. Er schließt das Fachwissen nach dem studierten Thema, Ereignisse anderer Forscher und ihre Schlussfolgerungen ein. Der Text dieses Kapitels beinhaltet zahlreiche direkte und indirekte Zitate, die korrekt formiert werden müssen. Die benutzten Quellen stellt man im Literaturverzeichnis dar.

Der empirische Teil beschreibt den Forschungsablauf und die wichtigsten Etappen des Experiments. Es kann zum Beispiel die Laborarbeit in Naturwissenschaften oder Umfragen sowie Experteninterview in Geisteswissenschaften sein. Im praktischen Kapitel bewertet man die Resultate der Forschung. Nicht selten werden diese in den Tabellen oder Grafiken gepackt.

Was versteckt sich hinter den Anhängen?

Die Gliederung der Masterarbeit in Psychologie oder Soziologie sind meistens ähnlich. Fast immer findet man in solchen Arbeiten die umfangreichen Anhänge. Das ist kein Teil des Fließtextes. Darunter versteht man Anschauungsmaterial der Studie. In Psychologie können es verschiedene Grafiken, Tabellen, Fotos oder Abschnitte aus Zeitungen und Zeitschriften.

In den Naturwissenschaften können die Anhänge die Fotos oder Bilder eines experimentellen Modells einschließen. Nicht selten kann man hier auch die zusätzlichen Vergleichungstabellen oder Grafiken finden.

Für diesen Teil der Arbeit sollte man das Anhangsverzeichnis erstellen. Es wird nach dem Literaturverzeichnis platziert. Jeden Anhang muss man unbedingt nummerieren, um ihn in den Arbeitstext einzufügen. Man darf die Ergebnisse der Arbeit in den Anhängen nicht platzieren.

Das Hauptziel des Anhangs ist darin, um die Argumente für Studie zu verstärken und die zusätzlichen Details der Forschung zu zeigen. Der Student sollte verstehen, dass die Anhänge das obligatorische Element der Masterarbeit ist.

Welche Fehler kann der Student in der Gliederung der Masterarbeit machen?

Ohne Gliederung der Masterarbeit ist kein gezieltes Schreiben möglich. Eine feste Struktur des Textes macht ihn logisch, deutlich und lesbar. Leider können die unerfahrenen Schreiber einige wesentliche Fehler in Gliederung machen.

Die Masterarbeit besteht meistens aus zwei – drei Hauptkapiteln. Die Unterkapitel sind auch möglich. Als Fehler kann hier die überflüssige Zahl der Unterkapitel sein. Nicht mehr als 6 ist es empfohlen. Alle Kapitel müssen dabei logisch und in Übereinstimmung mit dem Forschungsverfahren geordnet sein.

Die Überschrift des Kapitels außer Einleitung oder Fazit und Literaturverzeichnis sollte aus einem Wort nicht bestehen. Es ist ratsam, von 3 bis zu 5 Wörtern für Unterschrift zu benutzen. Es müssen nur die gemeinsame akademische Lexik und Fachwörter sein.