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Eine Armbrust aus Mittelalterfilmen hat wenige mit einer modernen Sportarmbrust zu tun. In der heutigen Zeit kann man zwischen einer Compoundarmbrust und einer Recurvearmbrust unterscheiden. Hierbei gibt es vor Kauf einige Dinge auf die es zu achten gilt.

 

Funktionsweise einer Armbrust

Eine Sportarmbrust besteht einfach gesagt aus einem Wurfarm. Am Ende des Arms ist eine Sehne befestigt, die einem Bogen, der horizontal auf dem Schaft des Gerätes kurz und steif montiert ist. Für die gespannte Sehne gibt es bei der Sportarmbrust im Schaft eine Haltevorrichtung, die es ohne Kraftanstrengung ermöglicht, ein Ziel länger fixieren zu können. Früher wurden die Sportgeräte aus Holz und Stahl gefertigt. Heutzutage graift man auf moderne Werkstoffe wie Aluminium oder faserverstärktem Kunststoff zurück. Diese steigern die Performance und vermindern das Gewicht des Gerätes.

Durch den steifen Wurfarm und die Konstruktion der Sehne kann eine hohe Geschossgeschwindigkeit erzielt werden. Damit ist auch eine große Reichweite möglich. Die Pfeilgeschwindigkeit kann über 400 km/h erreichen. Da ein Holzpfeil dieser Belastung nicht standhalten könnte, greift man hier auf carbonfaserverstärkten Kunststoff zurück. Die gespeicherte Energie des Wurfarms wird auf den Pfeil übertragen. Um den Pfeil zu beschleunigen, gibt es zwei unterschiedliche Armbrusttypen.

 

Recurvearmbrust und Compoundarmbrust im Vergleich

Einen eher klassischen Aufbau hat die Recurvearmbrust. Die Wurfarme befinden sich im nicht gespannten Zustand trotzdem schon unter einer gewissen Vorspannung. Die Wurfarme, die zum Schützen wegweißen, geben diesem Sportgerät auch seinen Namen. Die maximale Energie entsteht dann beim Spannen und die größte Kraft entsteht beim Lösen des Schusses. Bis zum Erreichen der Endposition der Sehne, wird diese Kraft bei zunehmender Entspannung kleiner. Die Präzision wird durch die entstehende Vibration leicht vermindert. Das Zuggewicht der Wurfarme liegt zwischen 150 und 250 lbs. Die Modelle, die stärker sind, sind in der Regel auch größer als die vergleichbaren Compoundarmbrustmodelle. Die Wartung und die Pflege ist aufgrund des simplen Aufbaus eher gering. Neben diesem Vorteil, hat die Recurvearmbrust auch ein gutes Preis- Leistungsverhältnis. Deshalb ist sie vor allem bei Anfänger sehr beliebt.

Im Vergleich dazu steht das Compoundmodell, das über ein komplexes CAM-System verfügt. Diese Armbrust unterscheidet sich auf den ersten Blick nicht zu dem vorher beschriebenen Sportgerät. Jedoch enthält dieses Modell Umlenkrollen, durch die das Schussverhalten beeinflusst wird. Die Eigenvibration bleibt hierbei aus, da sich der Pfeil von Beginn bis zum Verlassen kontinuierlich steigert. Außerdem ist bei diesem Modell der Sehenverschleiß sehr gering, da die Sehne leichter im Schoss liegt. Die Wartung und Pflege sollte nur von erfahrenen Schützen vorgenommen werden.

Von selbstgebauten Zielen ist eher abzuraten, da ein Restrisiko für Querschläger oder Durchschläge besteht. Deshalb sollte auf professionelle Ziele zurückgegriffen werden. Am eigenen Grundstück ist das Verwenden der Sportarmbrust erlaubt. In einem Wald sollte man jedoch lieber nicht üben, da man der Wilderei schuldig gemacht werden kann.